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Vertiefung der Achtsamkeitspraxis

(Anmeldung per Email, Telefon oder whatsapp möglich)

07.12. 2019 (Start 9:30 Uhr - Ende ca. 15:30 Uhr)

Tag der Achtsamkeit (Für aktuelle und ehemalige Kursteilnehmer und Interessierte)

Die Achtsamkeit im Alltag beibehalten

Ein Auszug aus dem Teilnehmerheft, welches jeder Teilnehmer eines MBSR-Kurses bekommt, zum Thema "Wie man die Achtsamkeit im Alltag beibehalten kann".

Für viele Menschen ist der achtwöchige MBSR-Kurs ein Türöffner hinein in eine Welt zu sich selbst.  Daher hegen einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wunsch, auch über den Kurs hinaus, für sich selbst Sorge zu tragen. Deshalb nachfolgend einige Tipps, um die Achtsamkeitspraxis dauerhaft in den Alltag zu integrieren.

Die Praxis
Die Basis der Achtsamkeit ist dessen Übung. Regelmäßiges Praktizieren (Sitzmeditation, Yoga, Body Scan) sorgt dafür, dass der „Achtsamkeitsmuskel“ stark, klar und fokussiert bleibt. Dabei muss man sich nicht zwingend täglich auf das Sitzkissen setzen, jedoch regelmäßig.

 

Die Übungsphasen sollen nicht zu einem Termin werden, der irgendwann lästig wird und Stress erzeugt. Es kann hilfreich sein genau auf Körper und Geist zu hören und sich die Frage zu stellen, was es jetzt braucht, um achtsam zu sein.

 

Früher oder später setzt bei den meisten ein Bedürfnis ein, Achtsamkeit in den Alltag ganz selbstverständlich zu integrieren.

Gleichgesinnte suchen


Wenn wir gesund und nach unseren Bedürfnissen leben wollen, benötigt es Zeiten der Ruhe, Entspannung, Muse und auch der Achtsamkeit im Tun.

 

Eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung und auch den Austausch darüber. Es fällt wesentlich leichter das dauerhaft zu etablieren, wenn man Gleichgesinnte findet.

 

Hilfreich können sein: MBSR-Vertiefungsabende, MBCL-Kurse, eine Jahresgruppe, Yoga-Kurse, Meditationsgruppen oder Ähnliches.

 

Es ist auch völlig legitim sich die Frage zu stellen, bei welchen Menschen in deinem Leben Du Energie auftanken kannst und bei welchen Du eher Energie aufwendest und die Reserven am Ende aufgebraucht sind.

 

Der eigene Körper weiß das meistens früher, schneller und zuverlässiger als der Verstand.

Ernährung, Bewegung, Meditation


Über Ernährung und Bewegung wissen wir schon lange, dass sie gesund halten.

 

Bei ungesunder Ernährung und Heißhungerattacken kann man sich die Frage stellen: Benötigt mein Körper oder meine Seele jetzt Schokolade? Eine andere Qualität kann der Umgang mit Ernährung auch bekommen, wenn man sich weniger vorstellt zu essen, sondern den Körper zu nähren.

 

Über Sport wissen wir, dass es wohl dosiert eines der effektivsten Antidepressiva ist, welches wir zur Verfügung haben.

 

Als dritten Baustein eines achtsamen und gesunden Lebensstils können wir die Meditation betrachten. Meditation spielt sich nicht im luftleeren Raum ab, sondern auf zellularer Ebene.

 

Wir wissen, dass Meditation u.a. die Telomere stärkt, die ein wichtiger Indikator für die Lebenserwartung sind. Zudem stärken wir den Parasympathikus und daher die Fähigkeit des Körpers sich zu regenerieren und zu heilen.

Schlaf und Schädliches


Die meiste Regeneration erfahren wir im Schlaf. Heutzutage schalten viele Menschen jedoch sprichwörtlich zu spät ab. Wir schauen noch im abgedunkelten Zimmer auf das Handy und suggerieren unserem Körper durch das Licht „Bleib wach“.

 

So erschweren wir die Bildung wichtiger Hormone (z.B. Melatonin), die der Körper braucht, um einen tiefen Zustand des Schlafs zu erreichen.

 

Nach einem langen Arbeitstag regenerieren wir gerne, unterstützt durch Unterhaltungsmedien. Nicht selten schauen wir einen Film oder eine Serie und schauen zeitgleich aufs Handy. Es fühlt sich gut an eine whatsapp-Nachricht zu bekommen und so haben wir das Gefühl befriedigt nichts zu verpassen.

 

Das Handy wirkt ähnlich wie andere Suchtmittel. Es wird Dopamin ausgeschüttet und somit werden Glücksgefühle ausgelöst. Es kann hilfreich sein sich ganz achtsam und bewusst vielleicht am Abend mal einen Spaziergang zu gönnen, anstatt fern zu sehen und genau zu beobachten, wie sich der Körper und die Seele im Vergleich anfühlen.

Schrittweise, um Stress zu vermeiden


Wir haben teilweise mehrere Jahrzehnte benötigt, um unsere Automatismen aufzubauen. Wenn wir unser Leben nun achtsam verändern wollen, hin zur Achtsamkeitspraxis und vielleicht sogar zu einer gesunden Ernährung, erholsamen Schlaf und Sport, wird das nicht funktionieren, wenn wir alles auf einmal erreichen wollen.

 

Es genügt zu Beginn vielleicht eine Mahlzeit achtsam einzunehmen oder einmal in der Woche einen 30-minütigen Spaziergang zu unternehmen. Das darf alles mit Selbstmitgefühl und Fürsorge geschehen.

 

Kurzfristiges kann man sehr gut als Ziele definieren. Für diese eine Mahlzeit will ich meinen Körper mit gesunden Lebensmitteln nähren.

 

Langfristige Vorhaben lassen sich besser als Wünsche definieren. Ich wünsche mir, mich in Zukunft gesünder zu ernähren. Falls nicht, ist das auch okay, dann nehme ich es mir wieder für die nächste Mahlzeit vor.

Die Praxis der Achtsamkeit lässt sich am besten Schritt für Schritt ohne Druck einüben. Früher oder später gehen gewisse Dinge in Fleisch und Blut über.

Wie es gelingen kann für sich selbst Sorge zu tragen:

Die Meditationsübungen stärken unseren Achtsamkeitsmuskel. Die Anwendung des Erlernten findet jedoch im Alltag statt.

 

Es ist wichtig und sinnvoll Achtsamkeit in alltäglichen Situationen zu testen, ein Gespür dafür zu bekommen, unter welchen Belastungen Achtsamkeit unterstützend sein kann. Doch wie kann es gelingen für sich selbst achtsam Sorge zu tragen?

Regelmäßig Innehalten


Sehr wirksam sind Momente, die du zum Innehalten nutzen kannst. Das müssen nicht zwingend formelle Meditationsübungen sein. Geeignet hierfür ist immer das Hier und Jetzt.

 

Notwendig ist lediglich mit allen Sinnen zu erfahren, was gerade in diesem Moment geschieht, ohne zu urteilen.

 

In manchen Klöstern ist dieses Innehalten in die Alltagsabläufe integriert. Mehrmals am Tag erscheint ein akustisches Signal. Wenn die Bewohner und Gäste des Hauses den Ton hören, lassen sie für wenige Momente alles stehen und liegen und halten inne. Sie nehmen wahr, wo sie gerade sind, was sie hören, welche Empfindungen gerade da sind und was sie denken.

 

Soweit es ihnen möglich ist, bewerten sie die eigene Wahrnehmung nicht. Wie die formelle Übung, zeigt das Innehalten lediglich, was ist. Das kann in Ruhe zu Hause, in schwierigen Gesprächen, auf der Arbeit und zu jeder beliebigen Situation geschehen.

Was braucht es jetzt?


Es ist also sinnvoll täglich immer mal wieder innezuhalten. Durch die erlernte Achtsamkeit können wir dann wahrnehmen, was ist. So schalten wir den Autopiloten aus, in dem sich viele Menschen in der Hektik des Alltags befinden.

 

Wir bleiben in Kontakt mit unseren Empfindungen und bemerken viel schneller, wann Stress entsteht. Während des Innehaltens können wir uns bei schwierigen Empfindungen oder Emotionen auch fürsorglich und mitfühlend die Frage stellen: Was braucht es jetzt?

Achtsamkeit


Durch regelmäßige Meditation stärken wir nicht nur unsere körperliche, sondern auch unsere seelische Gesundheit. Wir etablieren so eine Art Frühwarnsystem.

 

Die Achtsamkeit vermag es ganz feine Wahrnehmungen zu ermöglichen, die uns in die Lage versetzen uns selbst Gutes zu tun und für uns selbst Sorge zu tragen.

Nachfolgend ein Gedicht, dass im Netz häufig fälschlicherweise aus Charlie Chaplins Feder zitiert wird. Eigentlich stammt dieses Gedicht aus dem Buch "When I love myself enough" von Kim und Alison McMillen:

Gedicht: Als ich mich zu lieben begann

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !