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055 - Triangel des Lebens - Kindische Verträge

  • Autorenbild: Ronny
    Ronny
  • 6. Juni
  • 5 Min. Lesezeit

Die Gedankentropfen zum Hören

Triangle des Lebens

 

Beim Hören eines Podcasts bin ich auf ein spannendes Konzept gestoßen: die Triangel des Lebens.

 

In unserer Kindheit schließen wir unbewusst Verträge mit dem Leben. Verträge darüber, wie wir sein müssen, um geliebt zu werden, dazuzugehören oder uns sicher zu fühlen.

 

Daraus entwickeln sich Muster, Verhaltensweisen und Überzeugungen, die uns Orientierung geben und oft weit über die Kindheit hinaus bestehen bleiben.

 

Wenn man einmal beginnt, darauf zu achten, entdeckt man sie überall. Auf dem Spielplatz, in Freundschaften, in Beziehungen und selbst in den Chefetagen großer Unternehmen.

 

Doch woraus besteht diese Triangel des Lebens eigentlich?


Glück und Zufriedenheit

Die Triangel

 

Sie besteht im Wesentlichen aus drei Fragen:

 

Was musstest du tun, damit andere dich mögen?

Was musstest du tun, um dich sicher und geborgen zu fühlen?

Und was war die Belohnung dafür?

 

Lass sie uns genauer anschauen.

 

Was musstest du tun, damit andere dich mögen

 

Als Kinder lernen wir oft sehr früh, welche Verhaltensweisen Nähe, Anerkennung oder Freundschaft bringen.

 

Manche werden lustig, hilfsbereit oder leistungsorientiert. Andere werden ruhig, angepasst oder besonders empathisch.

 

Wir entwickeln Strategien, um dazuzugehören. Das Problem ist nicht, dass diese Strategien entstanden sind. Sie waren oft sinnvoll.

 

Schwieriger wird es erst, wenn wir sie auch als Erwachsene automatisch weiterleben, obwohl sie uns inzwischen erschöpfen oder von uns selbst entfernen.

 

Was musstest du tun, um dich sicher und geborgen zu fühlen?

 

Als Kinder lernen wir nicht nur, wie wir dazugehören, sondern auch, wie wir emotional sicher bleiben.

 

Daraus entstehen Verhaltensweisen, die wir alle kennen.

Manche Kinder werden laut, provozieren oder wollen dominieren. Andere machen ständig Witze, bringen alle zum Lachen und überspielen damit ihre Unsicherheit.

 

Wieder andere ziehen sich zurück, werden still, unauffällig und versuchen, möglichst unsichtbar zu sein.

 

Kinder entwickeln intuitiv Strategien, um mit ihrer Umgebung zurechtzukommen.

 

Sie spüren, was Aufmerksamkeit bringt, Konflikte vermeidet oder emotional schützt und passen sich daran an.

 

Und was war die Belohnung?

 

Für ein Kind sind Liebe, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Geborgenheit lebenswichtig.

 

Deshalb lernen Kinder sehr schnell, welches Verhalten ihnen Nähe, Ruhe oder Sicherheit bringt.

 

Manche bekommen Anerkennung, wenn sie stark sind. Andere, wenn sie funktionieren, lieb sind oder keine Probleme machen.

 

So entstehen oft unbewusste innere Überzeugungen:

„Wenn ich leiste, werde ich gesehen.“„Wenn ich angepasst bin, werde ich geliebt.“„Wenn ich stark bleibe, werde ich nicht verletzt.“

 

Das Tragische daran ist nicht, dass diese Muster entstehen. Sie waren oft ein intelligenter Weg, um emotional zurechtzukommen.

 

Doch viele Menschen tragen diese alten Strategien bis ins Erwachsenenalter weiter, ohne zu merken, dass sie längst nicht mehr das Kind sind, das damals um Nähe oder Sicherheit kämpfen musste.

 

Kindische Verträge

 

Diese Triangel des Lebens ist wie ein Skript, das wir als Kinder schreiben, in unseren Rucksack packen und mit ins Erwachsenenalter nehmen.

 

Es sind unbewusste Verträge, die von einem Kindergehirn verfasst wurden. Verträge darüber, wie wir sein müssen, um geliebt zu werden, dazuzugehören oder uns sicher zu fühlen.

 

Das Wichtigste dabei ist:

 

Minimiere die Fähigkeit dieses Skripts, Entscheidungen für dich zu treffen.

 

Diese Verträge schließen wir alle intuitiv mit unseren Kindergehirnen ab.

 

Deshalb können wir die Aktivität dieser Verträge überall beobachten. Vor allem, wenn sich ein Erwachsenengehirn dies nicht bewusst gemacht hat.

 

Wird uns ihre Existenz jedoch bewusst, entsteht Handlungsorientierung:

 

Wir können den Einfluss unserer eigenen Kinderskripte verringern. Und gleichzeitig beginnen wir zu verstehen, warum andere Menschen so handeln, wie sie handeln.

 

Gerade wenn dir schwierige Menschen begegnen, kann es hilfreich sein, dir innerlich diese Triangel vorzustellen.

 

Frage dich:

 

Was musste dieser Mensch tun, damit andere ihn mögen?

Was musste er oder sie tun, um sich sicher und geborgen zu fühlen?

Und was war die Belohnung dafür?

 

Plötzlich erscheinen manche Verhaltensweisen in einem anderen Licht.

 

Alte Verträge neu verhandeln

 

Manche dieser Skripte reichen so tief, dass daraus scheinbar unumstößliche Glaubenssätze entstehen können.

 

Wenn du mehr darüber lesen oder hören möchtest, findest du dazu bereits einen Gedankentropfen.

 

Wenn du magst, beobachte in den nächsten Tagen einmal, ob es in deinem eigenen Leben noch aktive Kinderskripte gibt.

 

Muster, die einst sinnvoll waren, heute aber möglicherweise nicht mehr zu dem Erwachsenen passen, der du geworden bist.

 

Und erlaube dir, diese alten Verträge Stück für Stück neu zu verhandeln.

 

Nicht aus der Sicht eines Kindes, sondern aus der Perspektive eines verantwortungsvollen Erwachsenen.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken. 😊


Kerntropfen

 

Kindliche Verträge mit dem Leben

Schon in unserer Kindheit schließen wir unbewusst Verträge mit dem Leben. Wir lernen, wie wir sein müssen, um geliebt zu werden, dazuzugehören oder uns sicher zu fühlen.

 

Die Triangel des Lebens

Die Triangel des Lebens hilft dabei, diese unbewussten Muster sichtbar zu machen. Sie basiert auf drei Fragen: Was musste ich tun, um gemocht zu werden? Was musste ich tun, um mich sicher zu fühlen? Und welche Belohnung erhielt ich dafür?

 

Strategien für Zugehörigkeit

Kinder entwickeln früh Verhaltensweisen, die ihnen Anerkennung und Nähe verschaffen. Sie werden beispielsweise besonders hilfsbereit, lustig, leistungsstark oder angepasst, um ihren Platz in der Gemeinschaft zu sichern.

 

Strategien für Sicherheit

Neben Zugehörigkeit suchen Kinder auch nach emotionaler Sicherheit. Daraus entstehen Schutzmechanismen wie Rückzug, Anpassung, Kontrolle, Humor oder Dominanz, die helfen sollen, mit Unsicherheit umzugehen.

 

Die Macht der Belohnung

Liebe, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Geborgenheit sind für Kinder überlebenswichtig. Deshalb lernen sie schnell, welches Verhalten diese wertvollen Erfahrungen wahrscheinlicher macht.

 

Die Entstehung von Glaubenssätzen

Wiederholte Erfahrungen formen innere Überzeugungen. So entstehen Glaubenssätze wie „Wenn ich leiste, werde ich gesehen“ oder „Wenn ich stark bleibe, werde ich nicht verletzt“.

 

Sinnvolle Lösungen aus der Kindheit

Diese Muster sind nicht falsch oder krankhaft. Im Gegenteil: Sie waren oft kreative und intelligente Lösungen, die einem Kind geholfen haben, mit seiner Umwelt zurechtzukommen.

 

Wenn alte Skripte weiterlaufen

Viele dieser Strategien begleiten uns bis ins Erwachsenenalter. Problematisch wird es dann, wenn wir ihnen weiterhin folgen, obwohl sie längst nicht mehr zu unserer aktuellen Lebenssituation passen.

 

Andere Menschen besser verstehen

Die Triangel des Lebens kann auch helfen, das Verhalten anderer Menschen mit mehr Verständnis zu betrachten. Hinter vielen Verhaltensweisen verbergen sich alte Strategien, die einst Sicherheit oder Anerkennung versprochen haben.

 

Alte Verträge neu verhandeln

Sobald wir unsere Kinderskripte erkennen, gewinnen wir neue Handlungsspielräume. Wir können bewusst entscheiden, welche alten Regeln uns noch dienen und welche wir als Erwachsene neu gestalten möchten.


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